Am Donauufer wird aus einem Schultag ein Forschungstag: Schülerinnen und Schüler aus Süddeutschland untersuchen als Citizen Scientists die Plastikverschmutzung entlang des Flusses. Ihre Funde liefern wertvolle Daten für die Umweltforschung und helfen zu verstehen, wie Plastik über Flüsse in die Ozeane gelangt.
Vom 1. Mai bis 31. Juli 2025 beteiligten sich 14 Schulen aus Süddeutschland am Citizen-Science-Projekt der Plastic Pirates und untersuchten die Plastikverschmutzung in und entlang der Donau. In der Rolle von Citizen Scientists sammelten Schülerinnen und Schüler Müllproben an Flussufern und Nebenflüssen und dokumentierten ihre Funde nach einer einheitlichen wissenschaftlichen Methodik. Dabei wurden mehrere tausend Müllteile erfasst, darunter ein hoher Anteil an Einwegplastik. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zwischen den untersuchten Standorten: Besonders an stark frequentierten Uferabschnitten wurde mehr Müll dokumentiert als an weniger besuchten Bereichen. Das Citizen-Science-Projekt der Plastic Pirates soll maßgeblich dazu beitragen, Forschungslücken zur Plastikverschmutzung zu schließen und Flüsse als wichtige Eintragspfade von Plastik in die Ozeane wissenschaftlich zu untersuchen. Die Initiative startete 2016 in Deutschland und wurde 2022 mit Unterstützung der EU-Kommission auf 13 europäische Länder ausgeweitet.
Wie aus Müllfunden wissenschaftliche Daten werden:
1. Sammeln
Die Müllproben werden entlang der Flüsse und ihren Nebenflüssen gesammelt.
2. Dokumentieren
Die Funde werden nach einer einheitlichen wissenschaftlichen Methodik erfasst und kategorisiert.
3. Auswerten
Die Daten werden analysiert und standortbezogen vergleichbar gemacht.
4. Datenbank
Die Ergebnisse fließen in eine länderübergreifende Datenbank ein und unterstützen die Umweltforschung.
Hier finden Sie weitere Informationen zu den Plastic Pirates – Go Europe!
Bilder: Copyright: © BMBF/Gesine Born




