Bangkok. Nachhaltigkeit beginnt im Kopf. Davon sind die Ferry-Porsche-Stiftung, die Audi Stiftung für Umwelt, die Bentley Environmental Foundation und das Green-Start-up everwave überzeugt. Mit einer innovativen Bildungsinitiative für Schulen in Bang-kok stärkt das Quartett das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln. Das Programm ergänzt die 2023 gestarteten Cleanup-Aktivitäten der Umwelt-Partnerschaft. Ziel ist es, den Zustrom von Müll in den Fluss Chao Phraya über seine Seitenkanäle zu verringern sowie eine stabile Infrastruktur zur Müllverarbeitung rund um die thailändische Hauptstadt zu etablieren.

„Bildung ist ein wichtiger Schlüssel im Leben“, sagt Sebastian Rudolph, Vorstandsvor-sitzender der Ferry-Porsche-Stiftung. „Durch das Programm setzen sich Schülerinnern und Schüler intensiv mit den Folgen von achtlos weggeworfenem Müll auseinander. Sie lernen dabei auch den Wert von recyclebaren Materialien kennen. Darüber stärken wir ihr Umweltbewusstsein für eine nachhaltig sauberere Zukunft.“

Der Ansatz der Bildungsoffensive: Learning by doing. Direkt zum Projektstart packen Schulklassen bei einer Cleanup-Aktion entlang des Kanals Phasi Charoen selbst mit an. Der Kanal fließt in den Chao Phraya, welcher 35 Kilometer westlich von Bangkok in den Golf von Thailand mündet. Jahr für Jahr gelangen rund 385 Tonnen Abfall durch den Fluss in den Ozean.

Zurück im Klassenzimmer bauen Schülerinnen und Schüler dann ein eigenes Recyc-lingsystem für ihre Schule auf. Spielerisch lernen die Jugendlichen so den Müllkreis-lauf und die Gefahren von Plastikmüll kennen. Das fördert nicht nur das unternehme-rische Denken, sondern macht auch die Umgebung der Schule zu einem saubereren Ort. Die lokale Nichtregierungsorganisation TerraCycle Global Foundation begleitet diesen Prozess ein Jahr lang und coacht Schülerteams und Lehrkräfte.

Neu an Bord: Bentley Environmental Foundation
Bereits seit vergangenem Jahr engagiert sich die Ferry-Porsche-Stiftung mit der Audi Stiftung für Umwelt und everwave für nachhaltigen Strukturen zur Müllvermeidung und Recycling in Bangkok. Verstärkung bekommt das Trio dieses Jahr von der neuge-gründeten Bentley Environmental Foundation. Die Projektpartner wollen mit ihrer Initi-ative darauf aufmerksam machen, dass Flüsse als „Plastik-Autobahnen“ fungieren: Achtlos weggeworfener Müll wird ins Wasser geweht und gelangt so ins offene Meer.

Neben dem Programm für Schulen unterstützt die Umweltpartnerschaft daher auch weiterhin den Einsatz des smarten Müllsammelboots CollectiX sowie den Aufbau neuer Sortier- und Verarbeitungsanlagen. Mithilfe von Drohnen, Kameras und Künstli-cher Intelligenz spürt everwave Müllteppiche auf und sammelt sie ein. Mit dem Ziel bis zu 20 Tonnen Unrat pro Monat aus den Seitenkanälen zu befördern. Mitarbeitende von TerraCycle Global Foundation sortieren den Müll und verarbeiten ihn weiter.

„Vergangenes Jahr konnten so bereits 66.000 Kilogramm Müll aus dem Wasser ge-fischt werden“, berichtet Clemens Feigl, CEO von everwave. Zusätzlich vier Voll-zeitjobs vor Ort geschaffen und sechs Barrieren im Kanal errichtet, um den Fluss des Mülls zu stoppen. Feigl: „Wenn es gut läuft, dann können der Chao Phraya und seine Nebenkanäle in zehn bis zwanzig Jahren müllfrei sein.“

Über everwave:
everwave räumt die Umwelt auf: Mit Müllsammelbooten wird verhindert, dass Abfälle in die Ozeane gelangen. Künstliche Intelligenz unterstützt bei den Clean-up-Missionen, um Müll zu detektieren und zu analysieren. Das gesammelte Material wird dann durch umweltfreundliche Verfahren verwertet und zusätzlich die Öffentlichkeit für die Umweltthematik sensibilisiert. Das Start-up ist mit seinen Technologien unter an-derem in Bosnien, Thailand oder Kambodscha im Einsatz und sorgt dort für saubere Gewässer. Bis heute hat everwave schon über 1,4 Million Kilogramm Müll aus Flüs-sen gesammelt.

Über die Audi Stiftung für Umwelt:
Die Audi Stiftung für Umwelt GmbH ist aktiver Förderer bei der Erforschung neuer Technologien und wissenschaftlicher Methoden für eine lebenswerte Zukunft. Ihr er-klärtes Ziel ist, einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten und Wege für nachhaltiges Handeln zu schaffen und zu fördern. Die Stiftung fokussiert insbesondere auf Förde-rung und Entwicklung umweltverträglicher Technologien, Maßnahmen zur Umweltbil-dung sowie auf den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen. Sie wurde 2009 von der AUDI AG als 100‑prozentige Tochtergesell-schaft ins Leben gerufen und ist Teil ihres gesellschaftlichen und umweltpolitischen Engagements.

Über die Bentley Environmental Foundation:
Die 2023 gegründete Bentley Environmental Foundation hat sich einer der wichtigsten Herausforderungen der Menschheit verpflichtet: den Planeten für künftige Generatio-nen zu erhalten und zu regenerieren. Aus diesem Grund arbeitet die Foundation mit weltweit anerkannten Nichtregierungsorganisationen und Wohltätigkeitsorganisationen zusammen, um durch gemeinsam erarbeitete und transformative Umweltprojekte ei-nen ökologischen Wandel zu bewirken.

Über die Ferry-Porsche-Stiftung:
Die 2018 gegründete Ferry-Porsche-Stiftung fördert und initiiert gemeinnützige Projek-te in den Bereichen Soziales, Umwelt, Bildung und Wissenschaft, Kultur und Sport. Mit ihrem gesellschaftlichen Engagement will die Stiftung vor allem junge Menschen an den Unternehmensstandorten der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG unterstützen. Na-mensgeber ist Ferry Porsche, der 1948 die Sportwagenmarke Porsche gründete.
Mehr Informationen online unter www.ferry-porsche-stiftung.de.

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17.07.2024
Ein neues Leben
Zugang zum Arbeitsmarkt

More Than One Perspective (MTOP) setzt sich in Österreich für berufliche Teilhabe ein. Teilnehmerin Narmella berichtet von ihren Erfahrungen.

"Ich heiße Narmella und komme aus dem Iran. Bei meiner Ankunft in Österreich regnete es. Wien und ich haben zusammen über mein Schicksal und meine bevorstehende Zukunft geweint. Aber in der persischen Kultur ist Regen ein Segen und ein gutes Zeichen. Und so hat mein neues Leben begonnen.

Das erste Mal bin ich durch eine Freundin mit MTOP in Berührung gekommen. Sie hat zwar selbst nicht am Programm teilgenommen, aber mich ermutigt, es zu probieren. Ehrlich gesagt war ich am Anfang nicht sicher, ob mir das weiterhelfen kann. Aber schon nach den ersten Gesprächen habe ich dem Team vollkommen vertraut. Ein junges Team, sehr motiviert, sehr aktiv und mit vielen neuen Ideen. Das Team von MTOP hat mir aufgezeigt, wie ich eine andere Richtung einschlagen und wie ich meine Fähigkeiten richtig einsetzen kann. Sie haben mehrmals Bewerbungsgespräche mit mir geübt und mich auf meine Stärken und Schwächen hingewiesen. Das hat mir neue Motivation und neues Selbstbewusstsein gegeben, um mein Ziel in einem neuen Land erreichen zu können.

Nur sechs Monate später hatte ich ein Bewerbungsgespräch. Ich konnte mich auf meine Stärken konzentrieren und meine Kompetenzen hervorheben. Noch am selben Tag kam die Zusage – und so hat mir MTOP dabei geholfen, ein neues Leben in Österreich aufzubauen.“

19.06.2024
Lebensfreude in schweren Zeiten
Schwerkranke Kinder

Familien mit schwerkranken oder behinderten Kindern stehen unter mentaler, körperlicher und oft auch finanzieller Dauerbelastung. Gemeinsam mit unseren Projektpartnern stehen wir ihnen zur Seite, schenken Auszeiten, Lichtblicke und Wegbegleiter.

"Im August waren wir bereits zum fünften Mal mit unseren beiden Töchtern für eine Auszeit in der Familienherberge Lebensweg. Greta, unsere älteste Tochter, ist nun 15 Jahre alt und hat eine Vielzahl von Herausforderungen. Ihre Diagnosen, die sie auf Pflegegrad 5 einstufen, bedeuten, dass sie aufgrund ihrer Bedürfnisse rund um die Uhr auf unsere Unterstützung angewiesen ist. Daher ist unser Alltag sehr getaktet und Gretas Schwester Marla bekommt auch manchmal nicht die Aufmerksamkeit, die sie benötigt, da wir Eltern mit der Pflege und Organisation rund um Greta sehr viel zu tun haben. Darum freuen wir uns immer auf eine Auszeit in der Familienherberge Lebensweg. Hier haben wir Zeit und die Möglichkeit, unsere Aufmerksamkeit auf Gretas Schwester, aber auch auf uns selbst, zu lenken, Ausflüge zu unternehmen und unsere Batterien aufzuladen. In der Familienherberge sind alle gleich. Keiner wird bevorzugt. Alle haben die gleichen Probleme. Hier können wir uns austauschen. Man merkt auch in den Gesprächen mit anderen Eltern, dass viele quasi auf der letzten Rille laufen. Hier in der Familienherberge Lebensweg können wir wirklich mal durchatmen und wieder neue Kraft für die anstrengende Zeit nach unserem Aufenthalt sammeln" – Familie Krumkamp.

MITMISCHEN
An mehr als 40 Standorten in Deutschland mixt Fruchtalarm gemeinsam mit kleinen Patienten bunte Fruchtcocktails am Krankenbett. Die schmecken lecker und regen zum Trinken an. Vor allem aber erobern die Kinder sich beim Shaken ein Stück Selbstbestimmung im durchgetakteten Klinikalltag zurück.

11.06.2024
Schnelle Hilfe per App
Teilhabe am Hilfesystem

Die App „Between The Lines“ erleichtert Jugendlichen den Zugang zum lokalen Hilfesystem und bietet Informationen rund um das Thema mentale Gesundheit. Wir haben die Gründer Beat Weichsler und Oliver Kröger getroffen.

Wie kam euch die Idee zu "Between The Lines"?
Oliver: Angesichts der vielfältigen Krisen unserer Zeit sind die Belastungen für Kinder und Jugendliche stark gestiegen. Mehr als die Hälfte der in Deutschland lebenden Jugendlichen fühlt sich seelisch belastet. Sie trauen sich oftmals nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen, aus Angst und Scham, aber auch weil existierende professionelle Hilfsangebote nicht bekannt sind. Das wollten wir ändern.

Warum habt ihr euch für eine App entschieden?
Beat: Unsere Vision ist es, dass Jugendliche sich heutzutage nicht mehr durch alte Websites klicken oder auf Flyern nach Informationen suchen müssen. „Between The Lines“ holt die Jugendlichen dort ab, wo sie sich am meisten aufhalten: am Smartphone. Auf diese Weise können sie frühestmöglich und autonom die nächsten Schritte wählen.

Wie funktioniert "Between The Lines"?
Oliver: Nutzerinnen und Nutzer finden Beratungsstellen, therapeutische Praxen und Kliniken in ihrer Nähe. Schnell, übersichtlich und anonym. Zusätzlich bietet die App Informationen und Erfahrungsberichte zu Themen wie Handysucht, toxischen Freundschaften oder Essstörungen. Die Jugendlichen entscheiden selbst, welche Hilfe-leistung für sie in Frage kommt.

29.05.2024
Jahresbericht 2023: Jetzt downloaden!

Das Jahr 2023 stand für die Ferry-Porsche-Stiftung ganz im Zeichen der gesellschaftlichen Teilhabe.

Denn für uns steht fest: Wer die Möglichkeit hat, gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, fühlt sich zugehörig und übernimmt Verantwortung. Unabhängig von Herkunft, Alter, sozialen oder finanziellen Hintergründen.

139 Projekte aus den Bereichen Bildung und Wissenschaft, Soziales, Umwelt, Sport und Kultur haben wir vergangenes Jahr unterstützt. Dabei hatten wir das Privileg mit vielen großartigen Projektpartnern zusammenzuarbeiten, die sich unermüdlich für ein integratives, wertschätzendes Miteinander einsetzen. Vielen Dank für dieses wertvolle Engagement!

17.05.2024
Ferry Porsche Challenge: Die Finalisten stehen fest
650 Bewerbungen zur Ferry Porsche Challenge 2024 – ZusammenLeben gestalten

Stuttgart. Auf in die letzte Runde: 30 gemeinnützige Organisationen aus Baden-Württemberg und Sachsen ziehen ins Finale der Ferry Porsche Challenge 2024 ein. Damit haben sie schon jetzt eine Fördersumme von mindestens 10.000 Euro sicher. Unter dem Motto „ZusammenLeben gestalten“ vergibt die Ferry-Porsche-Stiftung insgesamt eine Million Euro an Projekte, die Begegnungen schaffen und Menschen zusammenbringen. Eine Übersicht aller Nominierten ist hier zu finden.

„Mit der Ferry Porsche Challenge 2024 setzen wir uns für Zusammenhalt, Toleranz und eine vielfältige Gesellschaft ein. Die hohe Anzahl an innovativen Projektideen zeigt: Das Engagement für ein friedliches Miteinander ist groß – in Baden-Württemberg wie in Sachsen“, sagt Sebastian Rudolph, Vorstandsvorsitzender der Ferry-Porsche-Stiftung. „Für die 30 besten Konzepte geht es jetzt auf die Zielgerade. Wir freuen uns auf einen spannenden Endspurt!“

Mehr als 650 Projektideen sind von Januar bis April 2024 bei der Stiftung eingegangen. Unter dem Motto „ZusammenLeben gestalten“ waren Projekte gesucht, die Begegnungen schaffen und Menschen zusammenbringen. Gemeinnützige Organisationen aus Baden-Württemberg und Sachsen waren aufgerufen, an dem Spendenwettbewerb teilzunehmen. Ziel ist es, das gesellschaftliche Miteinander aller Menschen zu fördern, unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht, finanziellen Möglichkeiten und sozialem Hintergrund.

Im Finale haben alle nominierten Organisationen die Möglichkeit, ihr jeweiliges Konzept digital vor dem Expertenkreis zu präsentieren. Über die Platzierungen entscheidet anschließend das Stiftungskuratorium. Die Oberbürgermeister von Stuttgart und Leipzig sowie die Chefredakteure der Medienpartner Stuttgarter Nachrichten, Stuttgarter Zeitung und Leipziger Volkszeitung ergänzen die Jury in beratender Funktion.

16.05.2024
Ferry Porsche Cleanup-Schulchallenge 2024
Aktiv für unsere Umwelt

Umweltschutz geht uns alle an. Deshalb haben wir das dritte Jahr in Folge zur Ferry Porsche Cleanup-Schulchallenge aufgerufen. Das Ziel: So viel Müll wie möglich von Wiesen, Wäldern und Fußwegen entfernen.

Großartiger Einsatz von Schülerinnen und Schülern

20 Schulen aus Baden-Württemberg und Sachsen haben die Ärmel hochgekrempelt und aufgeräumt, was nicht in die Umwelt gehört. Brillen, Zigarettenstummel, Reifen, alte Rohre und sogar ein kaputtes Fahrrad – das und vieles mehr wanderte in die Abfalltüten. Insgesamt sind so unglaubliche 820 Kilogramm Müll zusammengekommen.

Vielen Dank für diesen großartigen Einsatz!

Die drei fleißigsten Müllsammelteams belohnen wir mit Förderungen zwischen 250 Euro und 750 Euro. Finanzspritzen für einen Ausflug oder ein Projekt zum Thema Nachhaltigkeit. Unserer Meinung nach hätten alle Teilnehmenden einen Preis verdient. Aber Challenge ist Challenge.

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